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Archiv für die Kategorie ‘Parteivorstand’

“Ein Dschungel der Bürokratie”

Etliche Bürgerinnen und Bürger in Bitterfeld, Bernburg, Staßfurt und Köthen nutzten am Mittwoch und Donnerstag die Hartz-IV-Infotage zur individuellen Beratung. Das Beratungsangebot, das schon einige Male stattfand, hatte der Wahlkreisabgeordnete Jan Korte organisiert. Bei Bürgersprechstunden wurde er regelmäßig von Betroffenen auf ihre Probleme mit Bescheiden und Fehlentscheidungen der ARGEn angesprochen wird und sah daher dringenden Handlungsbedarf. Vor fünf Jahren konnte Jan Korte die heutige Bundestagsabgeordnete und Rechtsanwältin Halina Wawzyniak dafür gewinnen, extra aus Berlin in den Wahlkreis Anhalt zu kommen um individuelle Beratungen anbieten zu können.

Auf die Infotage gab es einige Resonanz in den Medien:

“Ein Dschungel der Bürokratie” erschienen in der Mitteldeutschen Zeitung vom 12.3.2010

“Hartz-IV Informationstag mit Bundestagsabgeordneten” Beitrag im RBW-Fernsehen

Von wirklichem Richtungswechsel im Datenschutz keine Spur

„Auch wenn die Justizministerin ihn erkannt haben will - einen Richtungswechsel in der Innenpolitik stelle ich mir anders vor. Dass die Bundesregierung beim Datenschutz tatsächlich so einig ist wie Frau Leutheusser-Schnarrenberger es darstellt, kann jedenfalls getrost bezweifelt werden”, erklärt Jan Korte, Datenschutzbeauftragter der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der heutigen Rede der Bundesjustizministerin zu den datenschutzrechtlichen Vorhaben der Bundesregierung. Korte weiter:

„Die mit Spannung erwartete Rede der Ministerin im Rahmen der „Berliner Datenschutzrunde 2010″ ließ mehr Fragen offen, als Antworten zu den Datenschutzvorhaben der Koalition gegeben wurden. Außer der Neuigkeit, dass die Bundesregierung keine Notwendigkeit für einen zusätzlichen Internet- oder IT-Minister sieht und eventuell ein Datenbrief von Unternehmen kommen soll, war da nicht viel.

Kein Wort zur kürzlich erfolgten Verurteilung der Bundesrepublik durch den EuGH, weil die Datenschutzaufsicht über die Privatwirtschaft hierzulande nicht unabhängig ist. Kein Wort auch zu den immer noch geltenden Sicherheitsgesetzen der Großen Koalition. Den nicht abreißenden Datenskandalen und Mitarbeiterüberwachungen in Unternehmen will Frau Schnarrenberger lediglich durch ein eigenes Kapitel zum Arbeitnehmerdatenschutz im Bundesdatenschutzgesetz zu Leibe rücken. Diese völlig unzureichende Maßnahme versprach im Übrigen schon der damalige Bundesinnenminister Schäuble.

Gleichwohl begrüßt DIE LINKE, dass sich die Bundesregierung nun mit Nachdruck dafür einsetzen will, Internet-Zugangssperren bei Urheberrechtsverletzungen in der EU im Rahmen des ACTA-Abkommens zu verhindern. Allerdings sollten dann auch Geheimverhandlungen umgehend eingestellt werden.

DIE LINKE hofft, dass die Justizministerin zumindest in Sachen Vorratsdatenspeicherung gegenüber Innenminister de Maizière (CDU) nicht einknickt. Die richtige Schlussfolgerung aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes wäre ein Ende aller Vorratsdatenspeicherungen und aller unangemessenen Datensammlungen, die Bürgerinnen und Bürger unter Generalverdacht stellen. Das wäre ein tatsächlicher Richtungswechsel. So bleibt abzuwarten, ob die „temperamentbedingten Unebenheiten in der Koalition” nicht vielleicht doch ein konzeptionell bedingter Krater sind.”

Schnüffelpraxis bei Einbürgerungen muss beendet werden

Ein Ende der politischen Instrumentalisierung des Staatsangehörigkeitsrechts sowie der Beobachtung der LINKEN durch den Verfassungsschutz fordert Jan Korte (MdB), Mitglied im Parteivorstand der LINKEN, zur Ankündigung des niedersächsischen Innenministeriums nach zweieinhalb Jahren die Einbürgerung nicht länger zu verhindern. Korte erklärt:

In der Affäre um die Verschleppung des Einbürgerungsverfahrens der Linken Menger-Hamilton schieben sich nun die Verantwortlichen gegenseitig die Schuld in die Schuhe. Das eigentliche Problem, dass hier offensichtlich systematisch mit geheimdienstlichen Mitteln die Opposition bekämpft wird, soll möglichst aus dem Blickfeld geraten. Ich erwarte, dass die zuständige Einbürgerungsbehörde nun unverzüglich zu einer positiven Entscheidung über den Einbürgerungsantrag kommt. So sehr ich mich auch für Frau Menger-Hamilton freue, so erschreckend finde ich, dass erst durch massive öffentliche Proteste und eine Klageandrohung ein Einlenken des Innenministeriums erreicht werden konnte. Doch mit der hoffentlich bald erfolgenden Einbürgerung ist das Problem nicht vom Tisch. Auch wenn es jetzt keiner gewesen sein will, Fakt bleibt: Die schwarz-gelbe Landesregierung in Niedersachsen missbraucht seit Jahren ihren Apparat um die politische Konkurrenz öffentlich zu diskreditieren und Einbürgerungswillige mit Hilfe eines “Gesinnungsparagrafen” im Staatsangehörigkeitsrecht, zu schikanieren. Diese Praxis muss schleunigst beendet und die Beobachtung der LINKEN durch den Verfassungsschutz auf allen Ebenen eingestellt werden.

Einsatz von Drohnen zur Videoüberwachung

Vor einigen Wochen stellten Jan Korte und weitere Abgeordnete der LINKEN eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung in der sie den aktuellen Stand der Pläne und Strategien zum Einsatz von Drohnen zur Videoüberwachung deutscher Städte und Regionen abfragten und dadurch Aufschluss über den Stand der Erprobung, bzw. des Einsatzes (Aufgaben, Umfang, Mittel, beteiligte Sicherheitsbehörden, etc.) erhalten wollten. Nun liegt die (leider ziemlich unbefriedigende) Antwort der Bundesregierung vor. Ganz offensichtlich versucht die Bundesregierung die Öffentlichkeit möglichst lange im Unklaren zu lassen oder berechtigte Ängste vor einer Totalüberwachung zu zerstreuen. Die Pläne der Polizeibehörden und Innenministerien in den kommenden Jahren „fliegende Augen” einzusetzen, um aus der Luft gezielt zu fahnden oder Demonstrationen und Kundgebungen zu überwachen, sollen möglichst geheim bleiben.

Erfeulicherweise wurde das Thema auch schon von der WAZ aufgegriffen, allerdings ohne, dass dabei DIE LINKE auch nur einmal erwähnt wird. Wir dokumentieren hier dennoch den entsprechenden Bericht:

“Drohnen sollen Randalierer bei Demonstrationen überwachen” (WAZ vom 10. März 2010)

Hartz-IV-Infotage in Köthen und Bitterfeld-Wolfen

Heute ging es mit den Hartz-IV-Infotagen in Köthen und Bitterfeld-Wolfen weiter. Erste Station für Jan Korte und Halina Wawzyniak war heute Köthen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger hatten sich bereits im Vorfeld in Jan Kortes Wahlkreisbüro angemeldet, um mit der Rechtsanwältin und stellv. Parteivorsitzenden der LINKEN Halina Wawzyniak juristische Fragen in Sachen Hartz-IV zu besprechen.

Am Nachmittag geht es mit dem Infotag im Wahlkreisbüro in Bitterfeld weiter. Aufgrund der enormen Nachfrage soll es in diesem Jahr zusätzliche Infotage geben.

Riesenansturm bei Hartz-IV-Infotagen

Seit nunmehr fünf Jahren bietet Jan Korte sogenannte Hartz-IV-Infotage in seinem Wahlkreis an.

Auch in diesem Jahr führen der Abgeordnete und die Rechtsanwältin und stellv. Parteivorsitzende Halina Wawzyniak (MdB) wieder Einzelgespräche mit Betroffenen.

Der Auftakt dieser Infotage fand heute Morgen in Staßfurt statt. Im Gegensatz zu 2009 kamen diesmal doppelt so viele Menschen. Heute Nachmittag ging es dann im Bernburger Bürgerbüro von Jan Korte weiter. Auch hier warteten bereits viele Bürgerinnen und Bürger mit Fragen und Problemen.

Morgen findet der zweite Teil der Hartz-IV-Infotage statt, Jan Korte und Halina Wawzyniak führen dann Gespräche mit Betroffenen in Köthen und Bitterfeld.

Regierung Wulff bekämpft Opposition mit undemokratischen Mitteln

“Die schwarz-gelbe Landesregierung in Niedersachsen regiert in absolutistischer Manier und bekämpft die demokratisch gewählte Opposition mit geheimdienstlichen Mitteln. Passend dazu ist auch die Informationspolitik von Landesinnenminister Schünemann (CDU): Man gibt einfach immer nur das zu, was sich eh nicht mehr leugnen lässt”, so Jan Korte, Mitglied im Parteivorstand der LINKEN zu den heute bekannt gewordenen Aussagen des Regionspräsidenten von Hannover, Hauke Jagau (SPD), wonach das Innenministerium eine Einbürgerung der Linken Menger-Hamilton massiv verhindert habe. Korte erklärt:

In der Affäre um die Verschleppung des Einbürgerungsverfahrens von Jannine Menger-Hamilton rückt Herr Schünemann nur stückchenweise mit der Wahrheit raus. Erst kannte er den Fall nicht persönlich. Als dann entsprechende Hinweise in der Akte auftauchten, räumte sein Sprecher ein, dass der Fall doch routinemäßig über den Schreibtisch des Ministers gegangen sei. Ein ganz “normales Einbürgerungsverfahren” eben. Jetzt kommt heraus, dass es zwischen fünf und acht Interventionen des Verfassungsschutzes und zwei direkte Weisungen aus dem Innenministerium gegeben haben soll. Die demokratische Ordnung der Bundesrepublik fußt ganz entscheidend auf dem Rechtsstaatsprinzip. Dieses basiert wesentlich auf der Gewaltenteilung, der Berechenbarkeit staatlichen Handelns, den Grundrechten und Sicherungsmechanismen wie etwa der Rechtsweggarantie. Daran sollte man eigentlich einen Innenminister nicht erinnern müssen. Bei Niedersachsens Innenminister Schünemann sieht die Sache jedoch anders aus. Für den Kalten-Krieger und CDU-Rechtsaußen Schünemann scheint eine andere Verfassung zu gelten. In seinem Kreuzzug gegen die LINKE, der er unterstellt sie würde einen “Polizei- und Sklavenstaat” errichten wollen, fühlt er sich offenbar “rechtsstaatsfrei”. In seiner 2009 erschienen Schrift “Die unterschätzte Gefahr” forderte er zwar, “dass wir wachsam sind gegenüber denen, die in vermeintlich guter Absicht oder aus anderen Motiven heraus die Grundlagen unserer freiheitlichen und demokratischen Ordnung infrage stellen”, meinte damit aber leider nicht sich selbst. Der Parteivorstand der LINKEN solidarisiert sich mit Jannine Menger-Hamilton und fordert die Landesregierung von Christian Wulff auf, die politische Auseinandersetzung mit demokratischen Mitteln zu führen und die Beobachtung der LINKEN durch den Verfassungsschutz unverzüglich einzustellen.

10.3.2010 – Riesenansturm bei Hartz-IV-Infotagen

Seit nunmehr fünf Jahren bietet Jan Korte regelmäßig sogenannte Hartz-IV-Infotage in seinem Wahlkreis an. Die ersten Termine in diesem Jahr gab es heute, weitere sollen folgen.

Zusammen mit der Rechtsanwältin und stellv. Parteivorsitzenden Halina Wawzyniak (MdB) steht Jan Korte für Einzelgespräche mit Betroffenen zur Verfügung. Der Auftakt dieser Gespräche wurde heute Morgen in Staßfurt gemacht. Im Gegensatz zu 2009 waren heute allein in Staßfurt doppelt so viele Menschen wie im letzten Jahr da. Heute Nachmittag geht es im Bernburger Bürgerbüro von Jan Korte weiter.

Wahlkreistag in Bitterfeld-Wolfen

Am Dienstag war Jan Korte erneut in seinem Wahlkreis unterwegs. An diesem Tag stand die Gegend Bitterfeld-Wolfen auf dem Programm. Los ging es mit einer öffentlichen Bürgersprechstunde auf dem Wolfener Wochenmarkt. Dort verteilte Jan Korte u.a. Zettel auf denen er über sein Abstimmungsverhalten im Bundestag informierte.

Weiter ging es nach Raguhn-Jeßnitz um mit dem neuen Bürgermeister Berger (CDU) die Entwicklung der Region zu diskutieren. Insbesondere die katastrophale Finanzlage der Kommune war Kern des Gesprächs.

Dementsprechend ging es weiter in den Jugendclub von Bitterfeld-Wolfen: Dort kam Jan Korte mit Mitarbeitern und Jugendlichen ins Gespräch, wie die Jugendtreffs der Stadt langfristig erhalten werden können. Jan Korte sicherte die volle Solidarität zu. Mehrere Aktionen wurden gemeinsam entwickelt.

Den Abschluss des Tages bildete ein ausführliches Gespräch mit der Oberbürgermeisterin Petra Wust. Auch hier war das Hauptthema die finanzielle Lage der Stadt. Besonders die katastrophale Bundespolitik der Regierung lässt die finanzielle Lage immer schlimmer werden.

Am Mittwoch und Donnerstag finden in Staßfurt, Bernburg, Köthen und Bitterfeld-Wolfen die alljährlichen Hartz-IV-Infotage mit der Rechtsanwältin und stellv. Parteivorsitzenden Halina Wawzyniak und Jan Korte statt.

Rechte von Anlegern müssen weiter verbessert werden

„Wir begrüßen das BGH-Urteil. Es ist ein erster Schritt, um die Rechte von Anlegern zu verbessern”, kommentiert Caren Lay, die verbraucherpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, das heutige Urteil des Bundesgerichtshofs zur Haftungsverpflichtung des US-Brokerhauses Pershing. Lay weiter:

„Allerdings sollte es schon lange eine Selbstverständlichkeit sein, dass Wertpapierhäuser haften müssen, wenn sie sich unseriöser Finanzvermittler bedienen. Dass hierfür erst ein Gerichtsurteil nötig ist, zeigt den erheblichen Nachholbedarf, den Deutschland in der Stärkung von Verbraucherrechten und Haftungsfragen hat.

DIE LINKE fordert, endlich die Beweislast von den Verbrauchern auf die Anbieter umzukehren. Auch die zehnjährige Verjährungsfrist ist nicht verbrauchergerecht. Finanzgeschäfte sind oft auf lange Zeit angelegt. Wir wollen wieder eine Verjährungsfrist von 30 Jahren, wie es sie in Deutschland bis 2001 gab.

Auch kann von unabhängiger Beratung keine Rede sein, solange Finanzvermittler für den Verkauf von Wertpapieren Provisionen erhalten. Deshalb wollen wir die Provisionsberatung schrittweise überwinden. Wir müssen stattdessen die Honorarberatung ausbauen und die unabhängige Beratung durch Verbraucherzentralen stärken. Finnland macht es vor. DIE LINKE hat dazu letzte Wochen einen Antrag eingebracht (Drucksache 17/887).“