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Posts mit dem Tag ‘berlin’

Gedenken an die Opfer von Kundus

Mahnwache vor dem Brandenburger Tor

Mahnwache vor dem Brandenburger Tor

Am 4. September 2010 jährt sich die Bombardierung in der afghanischen Provinz Kundus, bei der mindestens 140 Menschen starben, darunter Kinder und Jugendliche. Das Bombardement erfolgte auf Befehl der Bundeswehr. Es war der folgenschwerste Angriff, seit deutsche Soldaten am Hindukusch Krieg führen. Wir fühlen uns verpflichtet, der Opfer zu gedenken und wollen einen Beitrag leisten, den Krieg in Afghanistan zu beenden.

Kommen Sie am

Sonnabend, 4. September 2010 um

14.00 Uhr zur Kundgebung am Brandenburger Tor

und nehmen Sie teil an der

Gedenkveranstaltung um 19.00 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche.
(Kreuzberg, Zossener Str. 65, Bus M41, U7 Gneisenaustraße, U1/U6 Hallesches Tor (Das Cafe der Kirche ist ab 18 Uhr geöffnet.)

www.friko-berlin.de

Es sprechen:

Karim Popal (Anwalt der Angehörigen der Opfer)
Hans-Christian Ströbele (MdB)
Christine Buchholz (MdB)
Jan van Aken (MdB)
Dr. Modjadjdi (Verein für Afghanistan-Förderung e.V.)
Yakup Tufan (Zentralrat der Muslime)
Dagmar Apel (Pfarrerin der Heilig-Kreuz-Kirche)
Angelika Claußen (IPPNW)

Es wirken mit:

Jean-Theo Jost, Schauspieler der Berliner Compagnie
Jutta Kausch (Moderation)
Kammermusikensemble der Berliner Symphoniker

Die Veranstaltung wird unterstützt von:

Gruppen der Berliner Friedenskoordination, Attac Deutschland, Attac Berlin, Attac AG Globalisierung und Krieg, BDS-Berlin, Bündnis90/Die Grünen Friedrichshain-Kreuzberg, DIE LINKE Friedrichshain-Kreuzberg, Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Deutscher Friedensrat e.V. DIE LINKE, die linke.SDS, DKP-Berlin, Europäisches Friedensforum/Deutsche Sektion, Friedensratschlag Kassel, Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e.V. (GBM), IMI Tübingen, Internationale Liga für Menschenrechte, Naturfreunde Deutschlands e.V. SDAJ und andere

Um die Kosten für eine würdige Veranstaltung decken zu können, bitten wir um Spenden auf das Konto der Berliner Friedenskoordination: Regina Aram, Berliner Sparkasse, Konto-Nr. 990209768, BLZ 10050000, Stichwort: Kundus

Anti-Atom-Aktion „Atomfässer kegeln“ am 3. September vor dem Brandenburger Tor

Presseerklärung

Anti-Atom-Aktion
„Atomfässer kegeln“
am Freitag, 03.September 2010
15.00 bis 17.00 Uhr
vor dem Brandenburger Tor

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„Atomkraft: Schluss Jetzt!“, unter diesem Motto ruft ein breites Bündnis Berliner Umweltverbände, Organisationen und Parteien zu einem „heißen Herbst“ gegen Atomenergie auf.

Am Freitag, 03. September 2010, von 15.00 bis 17.00 Uhr, werden sich Aktive aus der Anti-Atom-Bewegung zu einer Protestveranstaltung gegen Atomenergie vor dem Brandenburger Tor auf dem Pariser Platz zum „Atomfässer kegeln“ treffen.

Vor dem Brandenburger Tor wird eine vier Meter hohe Wand aus Atommüllfässern entstehen, die auf den Wahnsinn der Atomkraftnutzung und die völlig ungelöste Endlagerfrage hinweist. Daneben werden zwei Atomkraftwerke stehen.

Die Fässerwand wird ca. 16.00 Uhr „weggekegelt“, so dass sie zu einem Atomhaufen wird und der Zustand in den Atommülllagern plastisch vorstellbar wird.

Der Anti-Atom-Protest vor dem Brandenburger Tor ist Teil der Anti-Atom-Proteste in Berlin, die am 18.09. mit der Großdemonstration vor dem Reichstag einen Höhepunkt erreichen werden.

Die Aktion wird unterstützt von

Anti Atom Berlin, Attac Berlin, Bündnis 90/Die Grünen Berlin, BUND Berlin, BUND-Jugend Berlin, DIE LINKE Berlin, GRÜNE LIGA, Grüne Jugend Berlin, IPPNW, Jusos Berlin, NaturFreunde Berlin, Skater gegen Atomkraft, SPD Berlin, solid Berlin

Protest gegen den Al-Quds-Tag: Gegen islamistische und antisemitische Propaganda auf Berlins Straßen – für die iranische Freiheitsbewegung

Seit 1979 folgen jährlich zum Ende des Fastenmonats Ramadan islamistische Organisationen weltweit dem Aufruf zum „Al-Quds-Tag“als Kampftag des politischen Islam. Ajatollah Khomeini forderte nach der islamistischen Machtergreifung im Iran seine Anhänger und Anhängerinnen zur weltweiten Ausbreitung der islamischen Revolution, zur „Befreiung“Jerusalems und zur Vernichtung Israels auf. In dieser Tradition verbreitet der Präsident der Islamischen Republik Iran, [...]

Abgelehnte Anzeige

Weil sich mit dem neuen Schuljahr in der Berliner Bildungslandschaft einiges ändert, haben Bildungsexperten der beiden Senatsparteien SPD und Linke in dieser Woche auf einer Info-Hotline Fragen zur Schulreform beantwortet. Es ging um alle Veränderungen, die mit der integrierten Sekundarschule (Zusammenführung von Haupt-, Real- und Gesamtschule) und der Abiturstufe zu tun haben. Um das Abgebot publik zu machen, schalteten die beiden Parteien Anzeigen. Die Berliner Morgenpost weigerte sich, die Anzeige zu drucken. Wie das Neue Deutschland berichtet, beruft sich die Morgenpost aus dem Springer-Konzern bei der Ablehnung auf einen Unternehmenskonsens, demzufolge es “ein Verstoß gegen die eigenen Grundsätze” wäre, “wenn bezahlte Werbung von Absendern angenommen würde, die politisch gegen fundamentale Grundsätze eines funktionierenden Gemeinwesens eintreten”. So steht es in einem Springer-Brief an den Parlametarischen Geschäftsführer der Berliner SPD-Fraktion, Christian Gaebler. Zu den genannten Grundsätzen gehören laut Springer “das Eintreten für die Marktwirtschaft und die Aussöhnung mit dem jüdischen Volk”. Die sieht Springer durch Parteien der extremen Rechten und Linken gefährdet. (wh)

Aufruf : Kundgebung für die durch Thilo Sarrazin Diskriminierten, Stigmatisierten und Kriminalisierten!

Protest gegen Sarrazin-Pamphlet!

(ergänzend zu: http://rechtspopulismusstoppen.blogsport.de/2010/08/25/pm-kein-podium-fuer-geistigebrandstifter-
im-haus-der-bundespressekonferenz/
):

Ort: vor dem Haus der Bundespressekonferenz
Zeit: 30. August 2010, 10.00 Uhr
Grund: Pressekonferenz mit Buchvorstellung von Thilo Sarrazin

„Nicht Proteste verschaffen dem Buch Aufmerksamkeit und Verkaufszahlen, sondern diese waren schon vorher garantiert!

Warum?

Weil sie breit vorhandene Vorurteile und Ressentiments bedienen und diese mit Hilfe pseudowissenschaftlicher Statistiken/ Zahlen untermauern helfen.

Rassismus lässt sich in allen Parteien sowie Strukturen finden und Alltagsrassismus ist kein Einzelphänomen. Zusammen mit dem institutionellen Rassismus bilden sie den idealen Nährboden für
optimale Verkaufserfolge.“

Wir fordern:

Rassismus und Sozialdarwinismus darf nicht weiter hinter einer „Meinungsfreiheitsdebatte“ versteckt werden!

Schätzungsweise 6% unserer Bevölkerung sollen als Sündenböcke für ein angebliches „Aussterben der Deutschen“ sowie für Fehlentwicklungen in diesem Land herhalten und zugleich für ihre soziale Situation selbst verantwortlich gemacht werden. Das ist eine bewusste Verkehrung der gesellschaftlichen Realität im Land. Dabei ist das „Problem“ Sarrazin nur die Spitze eines Eisberges. Viele fühlen sich offenbar nach dem Motto ermutigt: „Endlich spricht mal einer die Wahrheit aus“ oder „Alles ist durch Meinungsfreiheit abgedeckt“. Sie meinen so, ihre Ressentiments und Vorurteile äußern und ausleben zu können. Die scheinbare Unfähigkeit und Tatenlosigkeit einiger verantwortlicher Politiker_innen gegenüber Sarrazins verbalen Entgleisungen in den letzten Jahren, eingeschlossen jene Politiker_innen, die dazu in der rechten „Jungen Freiheit“ referieren, dürfte eine der Ursachen für diese Ermutigung sein.

Auch einige von denjenigen, die sich heute am lautesten über Sarrazin aufregen, sind selber für Sozialabbau, Armut, Ausgrenzung und fehlende Chancengleichheit mit verantwortlich oder haben das unterstützt. Ihre Unmutsbezeugungen gegen Sarrazin erscheinen so lange als unglaubwürdig, wie sie nur als Ablenkung vom eigenen Versagen wahrgenommen werden.

Wir sind nicht nur der Meinung, dass nur die Form und Ausdrucksweise von Thilo Sarrazins Äußerungen bzw. Veröffentlichungen schlechthin menschenverachtend und diskriminierend sind. Wir sind der Meinung, dass sie zugleich eine Mischung von statistisch verbrämten Halbwahrheiten, Vorurteilen, Unterstellungen und unzulässigen Verallgemeinerungen darstellen, charakteristisch für Rechtspopulismus.
Weder das Haus der Bundespressekonferenz noch das Internationale Literaturfestival (ILF) sollten sich dem Namen und dem Selbstverständnis nach als Podium für pseudowissenschaftlich begründete rassistische und sozialdarwinistische Werke hergeben. Wer die „wirklichen Rechten sind, die dieses Thema sonst übernehmen könnten“ und vor denen Necla Kelek (Moderatorin der Buchpräsentation am Montag) warnt, bleibt genauso offen, wie die Frage, wie Sarrazins „genetisch minderwertige und unnütze“ Muslim_innen seine Forderung nach mehr Verantwortungsübernahme erfüllen sollen, die sie erkannt zu
haben glaubt(ZDF heute, 26. 08.2010). Auch eine auf öffentlichen Druck erfolgte nachträgliche Legitimierung der Buchpräsentation beim ILF über die Erweiterung des Podiums um eine(n) Kritiker_in
klingt kaum glaubhaft. Ohne Distanzierung diskreditiert jedenfalls die Anwesenheit Sarrazins eine Reihe namhafter Autor_innen. Eine Aufwertung von Sarrazins Pamphlet dürfte ohnehin bereits erreicht sein.
Wir wollen nicht nur über Thilo Sarrazin reden oder ihm mit dem Finger drohen – wie andere seit Jahren ohne Konsequenzen zu ziehen – wir handeln! Anders als Thilo Sarrazin und andere rassistische Hetzer
nennen wir das eigentliche Problem beim Namen – es ist rassistische Ausgrenzung von Minderheiten!

Wir gehen auf die Straße!

Für ein gemeinsames und gleichberechtigtes Zusammenleben aller Menschen unabhängig von konstruierten Merkmalen wie Herkunft, Religion, sozialem Status oder der Lebensweise!

Gegen Rassist_innen, Rechtspopulist_innen und Nazis! Wehret den Anfängen!

Für Aufenthaltserlaubnis für den politischen Flüchtling und Menschenrechtler Salomon Wantchoucou!

Initiative Togo Action Plus
Flüchtlingsinitiative Möhlau

SAMMELVORFÜHRUNGEN STOPPEN !

Protestiert/ protestieren Sie gegen die Sammelvorführung
von Flüchtlingen zur Abfertigung mit Papieren aus Benin

am 26.08.2010 um 9.30 Uhr
Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten Berlin (Ausländerbehörde)
Friedrich Krause-Ufer 24, 13353 Berlin!

Für Aufenthaltserlaubnis für den politischen Flüchtling und Menschenrechtler Salomon Wantchoucou!

Die zuständige Behörde Wittenberg (Sachsen-Anhalt) für den Beniner Flüchtling Wantchoucou hat informiert, dass 11 Menschen inklusive Wantchoucou zum fünften Mal zu einer “Sammelvorführung Benin verpflichtet werden sollen.
Salomon Wantchoucou ist ein Opfer eines politischen Attentats in der Republik Benin, ein Kritiker von Korruption und schlechter Regierungsführung in Benin.

http://thecaravan.org/node/2238

http://bongouvernement.blogspot.com/, Politik in Benin
http://www.ludwigstrasse37.de/nolager/material_benin.htm

Wantchoucou berichtet, er sei von der Behörde in Wittenberg mit psychologischen Drohungen und Einschüchterungen konfrontiert worden. Er hatte seit seiner Zuweisung in das Flüchtlingslager Möhlau vor zwei Jahren die “Flüchtlingsinitiative Möhlau Wittenberg” mitgegründet.

Eine Aufenthaltserlaubnis von deutschen Behörden erhielt er nicht, ungeachtet seiner politischen kritischen Tätigkeit und der Versagung von Staatsangehörigkeitsrechten in Benin.

Er musste sein Herkunftsland verlassen wegen mehrerer missglückter Attentate auf sein Leben. Trotz der Beweise von der Verletzung seines Oberarms durch Einschüsse, im Jahr 2001, wurde ihm von deutscher Seite kein politisches Asylrecht eingeräumt. Im Gegenteil wurde er mehrmals zur Kooperation mit der Beniner Botschaft genötigt, so zur Präsenz bei der Botschaft in Bonn. Ein “Sprachtest zur Identitätsfeststellung” wurde außerdem in 2009 angeordnet. Sogar eine Anordnung zu einer nigerianischen Botschaftsvorführung war erfolgt.
Wir protestieren gegen die neuerliche Sammelvorführung von Flüchtlingen vor einer Behörde zum Zweck der “Identitätsfeststellung” und schnellen Abfertigung mit Pässen, um sie nach Benin abschieben zu können, eine zwielichtige Praktik bei Umgehung der gesetzlichen Vorschriften zur Gewährung von Asyl oder Aufenthaltsrecht!
Legen Sie Protest ein! Seid am 26. August anwesend vor dem Landesamt!

Initiative Togo Action Plus, togoactionplus.wordpress.com

Teure Manager

Weil gerade so viel über Gehälter geredet wird (erst Linkenchef Klaus Ernst, dann die Rundfunk-Intendanten), folgt sogleich die nächste Runde: Eine Nachrichtenagentur hat sich erkundigt, was eigentlich die Chefs der Berliner Landesunternehmen verdienen. Ergebnis eins: Sie verdienen allesamt – bei einer Staffelung von 499.000 Euro im Jahre 2009 für den Chef der Berliner Messe bis zum Zoodirektor mit rund 130.000 – nicht schlecht, meistens deutlich mehr als die Berliner Landespolitiker (der Regierende Bürgermeister hat 147.000, Senatoren etwa so viel wie der Zoochef). Viele lassen auch die Bundespolitik (Kanzlergehalt rund 250.000 Euro) locker hinter sich. Ergebnis zwei: 2009 konnten die Berliner Chefmanager ihr Einkommen um durchschnittlich 2,5 Prozent steigern. Auch hier liegen die Geschäftsführer der Messe mit einem Plus von acht bzw. sieben Prozent vorn. Davon können Arbeitnehmer nur träumen. Der rot-rote Senat bekennt sich ausdrücklich zu dem dicken Plus: Das Unternehmen habe sich außerordentlich positiv entwickelt und seine Ziele übererfüllt, schreibt Wirtschafts-Staatssekretärin Almut Nehring-Venus (Linke) zur Begründung. Allerdings räumt man beim Senat auch ein, dass die Bezahlung nicht in jedem Fall nachvollziehbar ist. Und die Steigerung wohl auch nicht. Denn nachvollziehen kann ein Normalverdiener (von Geringverdienern ganz abgesehen) sowieso nicht, inwiefern sich die Lebensqualität eines Menschen steigert, wenn er zu seiner bisherigen halben Million im Jahr noch weitere 40.000 Euro erhält.

Aus dem Senat wird dazu erklärt, dass die Unternehmer in der Privatwirtschaft bei vergleichbarer Tätigkeit noch mehr Geld aushandeln könnten. Die Kritik an den enormen Einkommen sieht ganz unterschiedlich aus. Der Bund der Steuerzahler kritisiert die Höhe, auch im Vergleich zur Bundespolitik, zumal bei etlichen Landesunternehmen eben nicht Leistung zähle, sondern das richtige Parteibuch. Die Gewerkschaften sehen vor allem die riesigen Einkommensunterschiede in Deutschland als Problem. Der Berliner Grünen-Politiker Jochen Esser findet die Berliner Manager auch im Vergleich zu anderen Bundesländern zu teuer. Im Vergleich mit anderen Großstädten fallen die Berliner Spitzengehälter noch drastischer aus. Und Klaus Lederer, Landesvorsitzender der Linkspartei, will vor allem Transparenz und Leistung fürs viele Geld. Gute Fachleute seien besser als abgehalfterte Parteifreunde, meint er. Allerdings dürfe sich „die Sache“ nicht all zu sehr hochschaukeln. Die Berliner Morgenpost nennt einen Fall, in dem sich „die Sache“ extrem hochgeschaukelt hat: Als der Berliner SPD-Politiker Frank Bielka im Jahre 2003 in den Vorstand des Wohnungsunternehmens Degewo wechselte, bekam er 190 000 Euro pro Jahr. 2009 waren es schon 264 000. Macht einen Zuwachs von 12 000 Euro – im Schnitt jedes Jahr.

Worüber in der ganzen Debatte ziemlich wenig geredet wird: Während oben üppige Gehaltsschecks verteilt werden, geht es unten sparsam zu. Jahrelang hatten die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Berlin wegen der extrem hohen Verschuldung im Rahmen eines Solidarpaktes auf Geld verzichtet. Berlin war zu diesem Zweck aus der Tarifkommission der Länder ausgestiegen. Nach langen und zähen Verhandlungen einigten sich Senat und Gewerkschaften Anfang 2010 auf eine Tarifanhebung für Sommer 2011 um 3,1 Prozent. Zuvor hatte sich allerdings nach Gewerkschaftsangaben seit dem Austritt Berlins aus der Tarifgemeinschaft im Jahre 2003 ein Einkommensrückstand von 5,9 Prozent ergeben. Davon wird nächstes Jahr ein Teil getilgt. Der Tagesspiegel zitiert einen Beamten, der angesichts der jetzt bekannt gewordenen Spitzengehälter fragt, wieso die Manager der Landesunternehmen mehr bekommen als ihrer Kollegen in anderen Städten, die Polizisten und Verwaltungsangestellten aber deutlich weniger. Gute Frage. (wh)

ausgestrahlt-Sonderzüge zur Großdemo in Berlin

Info von ausgestrahlt für die Anti-AKW-Demo am 18.09.2010 in Berlin:

Mit dem Anti-AKW-Sonderzug nach Berlin

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Auf zur Großdemonstration nach Berlin: Mit den .ausgestrahlt-Sonderzügen! Wir organisieren Sonderzüge aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg zur Demo am 18. September nach Berlin.

Die Fahrt im .ausgestrahlt-Sonderzug gemeinsam mit Hunderten Anti-Atom-FreundInnen macht den 18. September zu einem unvergesslichen Erlebnis. Mit Aktionsvorbereitung und gemeinsamem Pläneschmieden für die Demo und die Zeit danach, Protest-Lieder üben, Atommüll-Fässer oder Transparente basteln – und natürlich mit Party, Musik und mehr im Partywaggon.

Buche hier dein Zugticket für die Sonderzüge aus West- und Süddeutschland und sei dabei!

Unsere Sonderzüge werden unterstützt von zahlreichen Gruppen und Unterstützern vor Ort: Anti-Atom-Gruppe Bonn, Anti-Atom-Gruppe Freiburg, naturstrom, EWS Schönau, Greenpeace Energy und vielen mehr.

Du oder deine Anti-AKW-Gruppe könnt uns auch unterstützen indem ihr Werbung vor Ort macht oder unseren Zug als Helfer begleitet? Jede Hand wird gebraucht!

Melde dich unter sonderzug@ausgestrahlt.de

Größere Kartenkontingente (ab 10 Stück) können direkt per Email unter sonderzug[at]ausgestrahlt.de bestellt werden. Für Rückfragen steht Jacob Fricke telefonisch unter 040-2531-8763 (Mo – Fr 10.00 bis 18.00 Uhr) oder per Email unter jacob.fricke[at]ausgestrahlt.de zur Verfügung.

Mit dem Sonderzug Süd aus Basel über Freiburg, Heidelberg und Frankfurt

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Mit dem Sonderzug West aus Trier über Bonn, Köln und Bielefeld

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Dokumentartheater Berlin: OST-Arbeiter am 12.08.2010

OST-Arbeiter

aufgeführt am Donnerstag, 12. August 2010, 20:00 Uhr (Einlass 19:50 Uhr)

im Dokumentartheater Berlin
Bunker A, Blochplatz, Badstr. / Ecke Hochstr. (nahe Gesundbrunnen-Center)

Eintritt 12,- € / ermäßigt 9,- €

Das Dokumentationsstück vergegenwärtigt Erfahrungen, die Zwangsarbeiter/innen während des Zweiten Weltkrieges in Berlin durchlitten haben. Dafür vermitteln die einstigen ausgedehnten Luftschutzbunker im dicht bewohnten Stadtteil Wedding, als Bühne und Zuschauerraum zugleich, dem dramatischen Geschehen
eine überraschende Authentizität. Einmaligkeit gewinnt der Theaterabend aber durch das Ensemble der Darstellenden: Jugendliche aus einst von der faschistischen Wehrmacht besetzten Ländern, aus denen die Zwangsarbeiter rekrutiert wurden – Frankreich, Serbien, Tschechien, Slowenien, Russland.

Die jungen Menschen nehmen teil an einem internationalen Workcamp des ökumenischen Zentrums Hendrik-Kraemer-Haus, in Zusammenarbeit mit dem Service Civil International. Das Camp steht in der Tradition einer jahrzehntelangen Bemühung der ökumenischen Einrichtung jungen Menschen in Berlin, im Zentrum der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, Geschichte nahe zu bringen und mit ihnen zu reflektieren. Vor der Einübung des Theaterstückes werden die Teilnehmenden im Dokumentations-zentrum NS-Zwangsarbeit im Luftschutzkeller einer der im ursprünglichen Zustand erhaltenen Baracken unter wissenschaftlicher Anleitung originale Inschriften der Gefangenen, in der Angst der Bombennächte auf die Wände gekritzelt, entziffern und
dokumentieren. Es ist dies eine denkmalpflegerische Aufgabe von hoher Dringlichkeit. Die jungen Menschen werden sich also in doppelter Weise der Erinnerung an ein finsteres Kapitel im Schicksal der Generation ihrer
Großeltern aussetzen.

Wir wollen sie dabei begleiten, und wir laden Sie herzlich ein, durch Ihren Besuch der Aufführung den Jugendlichen Anerkennung und Respekt für ihr Engagement zu bezeugen. Es wird gewiss eine für Sie selbst bewegende und bereichernde Erfahrung sein.

Mit freundlichem Gruß,

Rona Röthig, Projektleiterin vom Hendrik-Kraemer-Haus
Daniela Geppert, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dokumentationszentrum
NS-Zwangsarbeit
Marina Schubarth, Regisseurin am dokumentartheater berlin

FRIKO Berlin: Im Gedenken an die Opfer von Kundus fordern wir: Bundeswehr raus aus Afghanistan

Im Gedenken an die Opfer von Kundus fordern wir:
Bundeswehr raus aus Afghanistan

Samstag, 04. September 2010
14.00 bis 16.00 Uhr
Pariser Platz (vor dem Brandenburger Tor)

Am 04. September 2009 wurden mehr als 140 Menschen bei einem von der Bundeswehr veranlassten Bombenangriff ermordet.

Während die Propagandamaschinerie der Bundesregierungen seit Kriegsbeginn im Herbst 2001 mit allen Mitteln versucht, die Zerstörung des Landes und die Verbrechen an der afghanischen Bevölkerung der Öffentlichkeit zu verschweigen oder umzulügen, konnte dieses Massaker in Kundus nicht verheimlicht werden. Spätestens zu diesem Zeitpunkt musste die Öffentlichkeit zur Kenntnis nehmen, dass Deutschland im Krieg ist und „Kundus“ ein grausamer Teil des Kriegsalltags gegen die Zivilbevölkerung in Afghanistan ist.

Bis heute weigern sich jene Parteien im Deutschen Bundestag, die den Krieg in Afghanistan zu verantworten haben, sich bei den Angehörigen der Opfer zu entschuldigen oder sie zu entschädigen. Schließlich sehen die bundesdeutsche Regierungen und mit ihr das Kapital es als ihr Recht an, Afghanistan zu erobern und zu besetzen. „Die Deutschen Interessen werden am Hindukusch verteidigt“, wurde von ihnen verkündet und danach wird gehandelt.

Anlässlich des 1. Jahrestages des Massakers von Kundus gedenkt die Friedensbewegung allen Opfern des Krieges und fordert:

  • sofortiger Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan
  • Reparationszahlungen an die afghanische Bevölkerung

Veranstalter: Gruppen der Berliner Friedenskoordination