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Posts mit dem Tag ‘Presseecho’

Einsatz von Drohnen zur Videoüberwachung

Vor einigen Wochen stellten Jan Korte und weitere Abgeordnete der LINKEN eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung in der sie den aktuellen Stand der Pläne und Strategien zum Einsatz von Drohnen zur Videoüberwachung deutscher Städte und Regionen abfragten und dadurch Aufschluss über den Stand der Erprobung, bzw. des Einsatzes (Aufgaben, Umfang, Mittel, beteiligte Sicherheitsbehörden, etc.) erhalten wollten. Nun liegt die (leider ziemlich unbefriedigende) Antwort der Bundesregierung vor. Ganz offensichtlich versucht die Bundesregierung die Öffentlichkeit möglichst lange im Unklaren zu lassen oder berechtigte Ängste vor einer Totalüberwachung zu zerstreuen. Die Pläne der Polizeibehörden und Innenministerien in den kommenden Jahren „fliegende Augen” einzusetzen, um aus der Luft gezielt zu fahnden oder Demonstrationen und Kundgebungen zu überwachen, sollen möglichst geheim bleiben.

Erfeulicherweise wurde das Thema auch schon von der WAZ aufgegriffen, allerdings ohne, dass dabei DIE LINKE auch nur einmal erwähnt wird. Wir dokumentieren hier dennoch den entsprechenden Bericht:

“Drohnen sollen Randalierer bei Demonstrationen überwachen” (WAZ vom 10. März 2010)

Frauentagsaktion im Wahlkreis

In dieser sitzungsfreien Woche ist Jan Korte wieder in seinem Wahlkreis unterwegs. Am Montag stand dabei natürlich der Internationale Frauentag im Mittelpunkt. In Bernburg gab es bei einer öffentlichen Bürgersprechstunde auf dem Karlsplatz tatkräftige Unterstützung durch MdL Birke Bull und andere GenossInnen. 100 Rosen und Grußkarten gingen hier an die Bürgerinnen der Saalestadt. In Staßfurt wurden am Nachmittag die gewerbetreibenden Frauen in der dortigen Fußgängerzone ebenfalls mit Blumen, Karten und Gummiherzchen überrascht. Der zum mittlerweile 99. Mal begangene weltweite Feiertag erfreut sich auch in Jan Kortes Wahlkreis großer Beliebtheit.
Zwischendurch machte Jan Korte noch im Tourismuszentrum Löderburger See halt. Leiter Michael Schnock führte über das Gelände des beliebten Ausflugsziels nahe Staßfurt und erläuterte die Pläne für die bevorstehende Saison. Korte sagte Unterstützung für ein geplantes Ferienlager für sozial Benachteiligte zu.

Presseecho in der Volksstimme vom 9. März 2010 (“Christdemokraten und Linke überraschen Frauen an ihrem Ehrentag”)

und am 10. März 2010 (“Ferienlager für sozial schwache Kinder am See”)


Was Geheime so treiben …

Kolumne von Jan Korte

Erschienen in Neues Deutschland vom 9. März 2010

Linke trauen ja den geheimen Diensten im Allgemeinen und dem Verfassungsschutz im Besonderen (zu recht) alles mögliche zu. Kein Knacken im Telefon, das nicht kommentiert wird: Ist wohl der Verfassungsschutz.« Soweit, so lustig. Der aktuellste Fall von bizarrer Tätigkeit ist der Fall von Jannine Menger-Hamilton, Pressesprecherin der LINKEN im Landtag von Schleswig-Holstein, wohnhaft in der Region Hannover: Die Eltern kommen aus England (Vater) und Italien (Mutter), somit hat sie beide Staatsbürgerschaften, sie ist mit einem Deutschen verheiratet. Aufgewachsen in Niedersachsen, beantragte sie die deutsche Staatsbürgerschaft.

Die wird ihr bis heute verwehrt, weil sie Mitglied der Linkspartei ist. Die wiederum in Niedersachsen vom Verfassungsschutz beobachtet wird. In einer Meldung des niedersächsischen Innenministeriums heißt es aktuell, » … dass sich Ausländer zur freiheitlich demokratischen Grundordnung… « bekennen müssen. Offenbar wird Jannine Menger-Hamilton dieses Bekenntnis nicht geglaubt - sofern man sie denn überhaupt gefragt hat. Als besonderen Beleg für staatsfeindliche Tätigkeit wird unter anderem angeführt, dass sie ja 2008 sogar »stellvertretende Kreisschatzmeisterin« geworden ist - eine besonders verwerfliche Wühlarbeit gegen die Freiheitlich-Demokratische-Grundordnung - kurz FDGO. Absurd - um es höflich auszudrücken. Aberwitzig - selbst für konservative Linkenverächter.

Was sagt uns der Vorgang? Statt sich der politischen Auseinandersetzung zu stellen, wird sie mit geheimdienstlichen Mitteln und der Verweigerung von Einbürgerungen geführt. Das ist schlicht antidemokratisch. Jannine ist kein Einzelfall. Die Beobachtung der LINKEN in einigen Bundesländern und dem Bund ist der Beleg, dass Geheimdienste und die daraus folgende Verweigerung der Einbürgerung andere vom demokratischen Engagement abschrecken und einschüchtern sollen - bis hin zur staatsbürgerlichen Existenz. Dieses zu skandalisieren, wäre Aufgabe von vielen - inner- und außerhalb des Parlaments. Es ist Aufgabe, auch auf die aufmerksam zu machen, die weniger im Fokus der Öffentlichkeit stehen.

Zum anderen fragt man sich, was eigentlich recht gut bezahlte Mitarbeiter des Verfassungsschutzes den ganzen Tag so machen? Herausfinden, dass jemand stellvertretende Kreisschatzmeisterin geworden ist! Und dass damit die FDGO ins Wanken gebracht wird - was für irre Erkenntnisse, befördert von einem niedersächsischen Innenminister, der mental voll in den Siebzigern hängen geblieben ist. Und: Nach dem abermaligen Urteil des Bundesverfassungsgerichtes sollten einmal ganz andere über ihr Verhältnis zu den Grundrechten nachdenken.

DIE LINKE ist gegen den Abbau im öffentlichen Dienst. In diesem Fall sollte die LINKE allerdings ein Auge zudrücken und offen, nicht geheim, einem Abbau bestimmter Stellen das Wort reden.

Jan Korte ist Mitglied des Bundestages und LINKE-Fraktionsvorstandes.

Innenminister Schünemanns Werbung für DIE LINKE

Im Folgenden in Auszügen ein Artikel aus der Braunschweiger Zeitung vom 5. März 2010. Für den ganzen Artikel bitte direkt zur Zeitung klicken. Trommeln für die Linke Innenminister Uwe Schünemann (CDU) gilt als Intimfeind der Linken. Das heißt zum einen: als ein erbitterter Gegner der Partei, die er in Niedersachsen vom Verfassungsschutz beobachten lässt. Und zum anderen [...]

Verfassungsgericht stoppt Vorratsdatenspeicherung

Zum gestrigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts sind viele Artikel erschienen, in denen Jan Korte zu Wort kommt. Eine Auswahl dokumentieren wir hier:

“Eine Klatsche für den Gesetzgeber” erschienen auf www.tagesschau.de vom 2.3.2010

“Eine richtige Klatsche” erschienen auf www.sueddeutsche.de vom 2.3.2010

“Eine Ohrfeige für den Gesetzgeber” erschienen auf FAZ.net vom 2.3.2010

“Diätkur für den Datenhamster” erschienen in der Südwest Presse vom 3.3.2010

“Justizministerin will Prüfung der EU-Richtlinie abwarten” erschienen auf mdr.de am 3.3.2010

“Urteil zur Vorratsdatenspeicherung lässt weiten Interpretationsraum” erschienen auf heise.de vom 2.3.2010

“Zu links für Deutschland”

Zur verhinderten Einbürgerung der Kieler Linken-Fraktionssprecherin Jannine Menger-Hamilton nimmt Jan Korte in seinem Audio-Statement Stellung.

In der Presse sind weitere Artikel erschienen, die wir hier dokumentieren möchten:

“Zu links für Deutschland” erschienen auf Spiegel-Online vom 26.2.2010

“Linke verärgert über verzögerte Einbürgerung” erschienen auf Welt-Online vom 27.2.2010

Skandal um ein verschlepptes Einbürgerungsverfahren und die Einflussnahme von Innenminister Schünemann

Vor einigen Tagen ist bekannt geworden, dass der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) skandalöserweise direkt Einfluß auf das Einbürgerungsverfahren eines Mitglieds der Partei DIE LINKE aus der Region Hannover genommen hat. Ich verweise hierzu auf die Presseerklärungen meiner Fraktion sowie beispielhaft auf eine Zusammenfassung des bisherigen Sachstandes durch das Abendblatt und die Kurzfassung der taz. In [...]

“Zu links, um deutsch zu sein”

Zum skandalösen Fall von Jannine Menger-Hamilton, der Pressesprecherin der Linksfraktion im Kieler Landtag, der aufgrund ihrer Mitgliedschaft in der LINKEN die Einbürgerung verweigert wird, erschienen in der heutigen Ausgabe der taz ein sehr lesenswerter Artikel von Stafan Reinecke und ein ebenfalls lesenswerter und pointierter Kommentar von Christian Semmler, die wir hier beide dokumentieren:

“Zu links, um deutsch zu sein” (taz vom 24. Februar 2010)

“Willkür bei der Einbürgerung” (taz vom 24. Februar 2010)

“Linke kriegen keinen Pass” (Neues Deutschland vom 25. Februar 2010)

“Suche nach einer Linie im Streit um die Inhalte”

Über die Veranstaltung mit Dietmar Bartsch und Jan Korte in Bernburg ist ein Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung erschienen:

MZ vom 19.2.2010: “Suche nach einer Linie im Streit um Inhalte”

»Airport-Sicherheit« abgeblasen

Nachdem die Diskussion über die Sicherheit auf Flughäfen nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland die Öffentlichkeit wochenlang beschäftigt hatte, wollten Jan Korte und andere Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE am 28. Januar 2010 in einer Kleinen Anfrage “Folgen der Privatisierung der Sicherheit auf deutschen Flughäfen” ( Bundestagsdrucksache 17/583) von der Bundesregierung detailliert wissen, welche Folgen die Privatisierung von Kontroll- und Sicherheitsaufgaben auf deutschen Flughäfen für die Sicherheit der Reisenden gebracht hat.

Nun liegt dazu die Antwort der Bundesregierung (17/711) vor, die Neues Deutschland am 15. Februar 2010 entsprechend kommentierte. Wir dokumentieren den lesenswerten Artikel hier:

Privat geht vor Katastrophe - makaberes Motto auf deutschen Flughäfen

Von René Heilig

Viel Stress, schlechte Ausbildung und einen Auftraggeber, der nur Sprüche macht - das ist der Alltag von Luftsicherheitsassistenten auf Flughäfen.

Unlängst löste ein Passagier mit seinem Laptop am Münchner Flughafen Sprengstoffalarm aus. Der Flugverkehr am Terminal 2 ruhte, 2000 Fluggäste blieben hängen, hundert Flüge gingen verspätet raus. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erklärt den - wie sich später herausstellte - blinden Alarm zur Chefsache, die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert die Sicherheitsmaßnahmen an allen Flughäfen.

Kurz darauf zeigten Experten vom Chaos-Computer-Club, wie leicht man elektronische Zugangssperren zum Sicherheitsbereich auf dem Hamburger Airport knacken kann. Die selben Systeme werden auch in Berlin-Tegel, Stuttgart, Dresden und Hannover verwandt. Das alles geschah, als die Debatte um den Einsatz von Nacktscannern, die inzwischen Körperscanner genannt werden, ihren Höhepunkt erreicht hatte.

Die Vorfälle, deren Liste sich mühelos erweitern lässt, zeigte, dass man statt über die Einführung von - in solchen Fällen sinnlosen - Nacktscannern besser über Alltagsprobleme auf deutschen Flughäfen nachdenken sollte. Das versuchten Jan Korte und andere Abgeordnete der Bundestags-Linksfraktion mit einer kleinen Anfrage. Die Antworten von de Mazières Sicherheitsstaatssekretär Klaus-Dieter Fritsche zeigen, dass diese Alltagsprobleme nach dem Ende der medialen Aufregung keineswegs mehr Chefsache sind.

Im Gegenteil. Entweder im Bundesinnenministerium hat sich Faulheit breit gemacht oder den »Experten« fehlen die Kenntnisse, um auf simple Fragen sachkundig zu antworten. Mehrmals verweisen sie auf die Zuständigkeit der Fachaufsicht, die - ausgenommen in Bayern - von der Bundespolizei ausgeübt werden muss. Und deren Fachaufsicht ist ohne Zweifel das Bundesministerium des Inneren.

Insgesamt findet man durch die Antworten jedoch bestätigt, wie richtig Forderungen der GdP sind. Der GdP-Fachmann für die Bundespolizei, Josef Scheuring, beispielsweise fordert eine generelle Überprüfung der Sicherheit auf deutschen Airports. Er verweist auf den Arbeitsstress, dem Luftsicherheitsassistenten unterliegen. Sie sind bei insgesamt sieben großen privaten Sicherheitsdienstleister angestellt, die die Personen- und Gepäckkontrolle im Auftrag der Bundespolizei abwickeln. Diese in den 90er Jahren vollzogenen Privatisierung gehört aufgehoben, verlangt Scheuring, soll nicht Privat vor Katastrophe gehen.

Offenkundig steht es nicht gut um die Ausbildung der Luftsicherheitsassistenten. In nur 160 Stunden werden geeignete Bewerber auf der Basis der europäischen Vorgaben und eines nationalen Musterlehrplanes geschult. Pro Jahr gibt es lediglich 40 Fortbildungsstunden. Die Hälfte davon ist für die Röntgenbildauswertung vorgesehen. So kann man sich ausrechnen, wie viel Raum für Psychologie und andere eigentlich grundlegende Kenntnisse bleibt.

Zweifelsohne werden Vorfälle mit den Beteiligten ausgewertet. Und wenn »schwer wiegende Zweifel an der fortbestehenden Befähigung« aufkommen, so kann die sogenannte Beleihung eines Luftsicherheitsassistenten aufgehoben werden. Klartext: Entlassung. So etwas widerfährt den großen Firmen, deren Kontrakte stets über sechs Jahre laufen und dann verlängert werden, nicht. Was immer sie verbocken. In den vergangenen zehn Jahren, so bestätigt das Innenministerium, hat es keine Vertragskündigungen gegeben.