23.August 2010
In diesem Jahr wird das Gedenken an den Beginn des Krieges am 1. September 1939 erstmalig gemeinsam mit polnischen Bürgerinnen und Bürgern als deutsch-polnisches Fest der Erinnerung und des Friedens gefeiert. Es gibt dafür keinen geeigneteren Ort als die Europastadt Görlitz-Zgorzelec. Im Jahr 2010 jährt sich zum 60. Mal die Unterzeichnung des Grenzabkommens von Zgorzelec. Gleichzeitig können wir den 20. Jahrestag der Unterzeichnung des Abkommens über die Unantastbarkeit der Oder-Neiße Grenze feiern. Beide
Jahrestage verleihen den diesjährigen Feierlichkeiten am 1. September eine besondere Bedeutung.
Angeregt wurden die Festlichkeiten durch den Bundestagsabgeordneten der LINKEN, Dr. Ilja Seifert, und dem langjährigen Bürgermeister der Stadt Zgorzelec, Miroslaw Fiedorowicz. Unterstützt wird das Fest durch den polnischen Botschafter in Deutschland, S.E. Marcel Prawda und weiteren namhaften Gästen aus Politik und Kultur, die mit dem Fest ein Zeichen für
den Frieden und für die deutsch-polnische Zusammenarbeit setzen wollen. Auch an die Menschen, die in Görlitz vom Hochwasser betroffen sind, soll gedacht werden. Besonders die von der Flut stark beschädigte Vierradenmühle, eines der schönsten Restaurants in Görlitz, soll mit einer Spendensammlung unterstützt werden, steht doch die Existenz des Besitzers und mehrere Arbeitsplätze auf dem Spiel.
Wer bereits vorab Spenden möchte, findet das eingerichtete Spendenkonto auf der Webseite des Restaurants www.vierradenmuehle.de.
Den Rahmen des von 12:00 bis 19:00 Uhr stattfindenden Festes bildet ein kostenloses Programm für Kinder, mit Riesenrutsche, Westernparcours und kreativem Basteln. Für das leibliche Wohl wird ebenfalls mit Kaffee, Kuchen und einer Gulaschkanone gesorgt.
Höhepunkt der Festes ist der Auftritt des jungen Görlitzer Ausnahmetalents Siggi T, der um 17:00 Uhr gemeinsam mit jungen Rappern, der NA DD Crew aus Dresden, intelligenten Hip Hop darbieten wird. Informationen zum Fest und zum Programm finden die Gäste unter www.friedensfest.eu
“Spendenkonto Lachmann”
Kontonummer: 4001038043
Bankleitzahl: 85050100
Sparkasse Oberlausitz Niederschlesien
Tags: Europa, Goerlitz, Hochwasser, Sachsen
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17.August 2010
NaturFreunde Sachsen unterstützen die Initiative „Pro Weltnaturerbe Sächsisch-Böhmische Schweiz“ am 11.09.2010

Am 11.09.2010 findet zum 5. Mal die Wanderung der Initiative „Pro Weltnaturerbe Sächsisch-Böhmische Schweiz“ statt. Mit dieser Veranstaltung wird die Aufnahme des Elbsandsteingebirges beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze zum Weltnaturerbe unterstützt werden. Ein Anliegen, welches die NaturFreunde Sachsen e.V. unterstützen. Die Elbe mit ihrer einzigartigen Flusslandschaft und das Elbsandsteingebirge mit den wundervollen großflächigen Tafelbergen und Schluchten stellt ein Stück unberührte Natur dar. Das obere Elbtal muss in seiner einzigartigen Form auch künftigen Generationen erhalten bleiben und darf nicht durch weitere Elbestaustufen zerstört werden. Gerade die Ereignisse in der ersten Augustwoche dieses Jahres mit Dammbruch am Witka-Stausee und dem Überlaufen der Spreetalsperre in Bautzen haben gezeigt, dass die Natur sich gegen menschliche Bauwut zu wehren weiß. Der Mensch steht heute vor der Alternative: Immer mehr haben auf Kosten der Natur und künftiger Generationen oder ein Ende des Wachstums zu akzeptieren und dafür in Einklang mit der Natur zu leben und künftigen Generationen ein Welterbe hinterlassen. Vergangene Generationen haben es uns vorgemacht: Menschen, Forst- und Landwirtschaft haben so gelebt und gearbeitet, dass Landschaft und Natur in einem hohen, schützenswertem Maß erhalten worden sind.
Tilmann Schwenke
(Landesvorsitzender und
Stv. Bundesvorsitzender)
Tags: Allgemein, Elbe, Flüsse, NaturFreunde, Sachsen, Sächsische Schweiz, Umwelt, Wasser
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12.August 2010
In zwei Bundesländern, in denen zuletzt kaum etwas auf eine Verständigung zwischen SPD und Linkspartei hingedeutet hatte, kommt plötzlich Bewegung in die linke Szene: in Sachsen-Anhalt und in Sachsen. Ganz offensichtlicher Zeitdruck führt in Sachsen-Anhalt – dort wird am 20. März gewählt -, dass sich vom kommenden Dienstag an regelmäßig Vertreter beider Parteien zum Gespräch treffen. Was in einem Magdeburger Lokal beginnen soll, trägt durchaus ungewöhnlichen Charakter: Am Stammtisch treffen sich nicht nur Bundes- und Landespolitiker aus beiden Landesverbänden, sondern vor allem Basismitglieder. Die einleuchtende Begründung: Am Ende müsse schließlich auch die Basis auf beiden Seiten entscheiden, ob es zu einer rot-roten Koalition kommen soll. Wobei die Linke auf eine solche Konstellation drängt, um die in Magdeburg regierende große Koalition abzulösen, die SPD-Landesspitze sich dagegen alle Optionen offen halten will. Die Gespräche in Sachsen-Anhalt haben Vorläufer; schon in den Jahren der von der PDS tolerierten rot-grünen bzw. SPD-Minderheitsregierung gab es allerhand Gespräche und Treffen, um die Arbeit zu koordinieren. Überraschender ist es da schon, dass in Sachsen – konkret in Bautzen – Vertreter von SPD, Linke und Grünen zur Debatte zusammentrafen, wie das Neue Deutschland berichtet. Denn in Sachsen gab es bisher eher eine Konkurrenz dieser Parteien.
Die SPD regierte in der letzten Wahlperiode trotz miserablen Wahlergebnisses an der Seite der CDU, die Linke war Oppositionsführerin, die Grünen waren gar nicht im Landtag. Als dann im Umfeld der Landtagswahl 2009 doch Gespräche zu Stande kamen, stellte man erstens nicht gerade überwältigend viele Gemeinsamkeiten, zweitens zu wenig Vertrautheit und drittens fehlende gemeinsame Projekte fest. Darum soll es jetzt gehen, obwohl die nächste Wahl in Sachsen noch in weiter Ferne liegt: der Abgleich alternativer Konzepte, die Suche nach gemeinsamen Themen (etwa bei Bildung, direkter Demokratie Gerechtigkeit), die allmähliche Schaffung eines politischen Klimas im Lande, das einen politischen Wechsel begünstigt und neuen, linken Mehrheiten Rückhalt bietet. Vor der letzten sächsischen Wahl hatten in einer Umfrage nur 29 Prozent der Wähler eine rot-rot-grüne Koalition befürwortet – zehn Prozent weniger, als Linke, SPD und Grüne dann gemeinsam erreichten.
Immerhin kam Andrea Ypsilanti nun zu dem Treffen, jene Sozialdemokratin, die in Hessen mit einem rot-rot-grünen Versuch gescheitert war und zu den Gründern des Instituts Solidarische Moderne gehört. „Es ist an der Zeit, dass wir uns nicht mehr voneinander abschotten“, erklärte Ypsilanti in Bautzen. Das könnte sie demnächst auch noch einmal in Magdeburg vortragen, wo ebenfalls Barrieren niederzureißen sind. Beispielsweise steht dort vor allen möglich inhaltlichen Fragen die bislang strikte Weigerung der SPD, einen Ministerpräsidenten der Linken zu unterstützen. Insofern muss die Landes-CDU noch nicht allzu unruhig sein, aber vorbeugend drückt sie schon mal auf die propagandistische Tränendrüse. Nach der Wahl drohe Rot-Rot, sagte etwa CDU-Landeschef Thomas Webel: „Das müssen die Menschen wissen.“ Das sollen sie auch, und genau deshalb treffen sich ja Rot und Rot. Denn was droht, wenn Rot und Rot sich nicht finden, kennt man aus den letzten Jahren zur Genüge: eine CDU-geführte Landesregierung, in er es fast egal ist, ob die FDP oder die SPD mitspielen darf. (wh, Foto: NiceBastard/Flickr)
Tags: Allgemein, Rot-Rot, Rot-Rot-Grün, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Wahlen 2011
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28.Juli 2010
Die Themen der Sendung vom 28.07.2010:
Spezial: Aktion Übernahme
Woche: Bundesweiter Protest bei Metro C&C / 5.Warnstreik beim BHH Sozialkontor / Altenpfleger in Leipzig protestieren
Tags: Azubi, Filialschließungen, Groß- und Außenhandel, Hamburg, Pflege, protest, Sachsen, Tarifvertrag, Übernahme, Verdi Jugend, Warnstreik
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