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Posts mit dem Tag ‘Wahlkampf’

Gregor Gysi und Wulf Gallert besuchen am Freitag Bitterfeld-Wolfen

Am 20. November besuchen der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Bundestag, Gregor Gysi, und der Fraktionschef der LINKEN im Landtag von Sachsen-Anhalt, Wulf Gallert, auf Einladung von Stadträtin und OB-Kandidatin Dagmar Zoschke Bitterfeld-Wolfen.

Folgender Tagesablauf ist geplant:

12.00 Uhr Rundgang und Gespräche mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern
auf dem Marktplatz im Ortsteil Bitterfeld

13.00 Uhr Bürgerforum im Frauenkommunikationszentrum im
Ortsteil Wolfen (Fritz-Weineck-Straße) zu Fragen des
Stadtumbaus

Daran schließt sich ein Gang durch Wolfen-Nord bis zum Sozialkaufhaus an.
Zu allen Terminen sind interessierte Bürger sowie Pressevertreter herzlich eingeladen.

Resozialisierungsversuche

wahl

12 Monate Wahlkampf gehen nicht spurenlos an einem vorbei. Jedenfalls nicht an mir. Die sieben Kilo, die ich zugenommen habe, kann man schon auf den ersten Blick sehen. Jetzt geht es ans Aufräumen. Nich nur die Wampe muss weg. Zu Hause stapeln sich ungeöffnete (private) Briefe, Wischmopp und Staubsauger sind eingestaubt. Im Büro beildet meine chronoligische Zwischenablage einen schiefen Turm zu Pisa. Mein Fernstudium pausierte ein Semester, nachdem ich im März noch eine Hausarbeit zur Vorratsdatenspeicherung am Rande des Europaparteitages zusammengeklempnert hatte. Bei Freunden und Bekannten werde ich mich im Zuge meiner Resozialisierung neu vorstellen. “Kennt Ihr mich noch, ich bin der nette Kerl, von dem Ihr Mitte 2008 mal was gehört hattet”.

In diesem Sinne: Hallo Welt!

Halali halala der Fasching – pardon: der Wahlkampf ist aus …

Und jetzt kommen die Mühen der Ebene. Ein Allgemeinplatz und nie falsch, seit dies Bert Brecht gesagt hat. Aber für uns LINKE kommen sie tatsächlich, denn keine Frage ist schwieriger zu beantworten als jene, die ich auch im Wahlkampf oft gestellt bekommen habe: Wir haben Euch ja schon das letzte Mal gewählt, was habt Ihr denn nun gekonnt? Die Leute wollen es konkret wissen und keine Ausflüchte hören. Von wegen, machen könne man eigentlich nur etwas, wenn man die Mehrheiten hat. Na klar, wir haben die anderen andauernd an die Chose in Afghanistan erinnert. Wir haben die Kritik an Hartz IV im Gespräch gehalten. Wir haben die Rente mit 67 für ein soziales Unding erklärt, den Mindestlohn gefordert usw. usw. Die Dinge sind nicht in Vergessenheit und lasten den Mehrheitlichen auf dem Gemüt. Mehr noch, die SPD ist daran zerschellt. Es ist jetzt an ihr, die Wunden zu lecken und vielleicht sogar als älteste Partei in Deutschland wirklich neu zu beginnen. Ob sie dabei Chancen hat, über eine Kopie von uns hinaus zu kommen, ist sicher offen. Ob wir eine Chance haben, dabei anders zu bleiben als die SPD, alternativ, ist freilich auch offen. Wir sollten nicht anders sein wollen um jeden Preis und nur, um damit immer wieder Wahlen zu gewinnen. Wir sollten aber unsere Geschichte weiter schreiben als Partei nicht nur für den Wahltag, sondern auch für den Alltag. Damit waren wir schon erfolgreich, als die SPD noch in den Grenzen ihrer früheren Normalität agierte. Dazu brauchen wir Mitglieder – junge, ältere und alte, aus allen sozialen Schichten, aktiv, ja auch etwas umtriebig, präsent in Bürgerinitiativen, Vereinen und beim Protest auf der Straße. originell, tatkräftig und wortgewandt. Mitglieder, die die Finger in die Wunden der Gesellschaft legen, die Verantwortlichen dafür bloß stellen und die Wunden einzelner Betroffener auch unter den gegebenen Umständen zu lindern und heilen versuchen, statt auf Mehrheiten und Weltrevolutionen zu vertrösten. Wenn wir jeden Tag, überall und in aller Öffentlichkeit zeigen, dass wir theoretisch, politisch und praktisch das Soziale ernst nehmen und uns nach Wahlerfolgen nicht in die Institutionen verkrümeln, ist mir um unsere unverwechselbare Rolle in der Gesellschaft nicht bange und deshalb auch nicht um den Erfolg. Der hier beschriebene Weg zum Erfolg muss aber unser Ziel sein und bleiben. Sonst war alles nur Fasching und die „alte Prohaska“ wischte jetzt das Treppenhaus. So manche und mancher kennt vielleicht noch dieses Lied von Kurt Demmler.

(geschrieben für die nächste Nummer unserer Landeszeitung “Die Linke”)

Jetzt erst recht

Das Wahlergebnis ist das Beste, welches in diesem Wahlkreis bisher für DIE LINKE erzielt wurde – es war knapp aber gereicht hat´s trotzdem nicht ganz. Ich könnte die Sache jetzt analysieren, mit Zahlen und Namen jonglieren, große Erklärungen abgeben und mich auf diesem Wege fast bis in den Bundestag reden, aber ich mach’s lieber kurz: Das Direktmandat habe ich verfehlt. Die politische Arbeit geht weiter. Und dieser Blog hier auch. In diesem Sinne… Danke, und bis hoffentlich ganz bald.

U.a. auf Tagesschau.de gibt es eine Übersicht über die Ergebnisse in den Wahlkreisen.

Gewonnen, zerronnen, gewonnen, zer…!?

Hat Die LINKE, habe ich nun in Nordsachsen gewonnen oder ist uns vormals Vorhandenes zerronnen? Die Frage ist schwer, also nur dialektisch zu beantworten: Kolbe (CDU) hat zugelegt und das Direktmandat gewonnen; also zerronnen. Die Linke hat um 1,5% zugelegt; also gewonnen. Uns fehlen dennoch über 4000 WählerInnen im Vergleich zu 2005; also zerronnen. Das Ergebnis für Die LINKE in Nordsachen ist das Zweitbeste der sächsischen Landkreise; also gewonnen. Der Direktandidat (also ich) hat mit 25,7% das beste Ergebnis eines sächsischen Landkreises erreicht; also gewonnen. Der Direktkandidat  (also ich) hat 2,8% zugelegt im Vergleich zu 2005; also gewonnen. Sachsen hat aber das schlechteste Ergebnis aller ostdeutschen Länder; also zerronnen. Das Ergebnis der Bundestagswahl ist in Sachsen deutlich besser als das zur Landtagswahl; also gewonnen.

Ich zähle zwei “gewonnen”  mehr als “zerronnen”. Ein “weder-noch” kommt dazu. Wir haben – wie früher auch als PDS schon mehrmals – wieder 8 linke sächsische Abgeordnete im Bundestag.

Und wo bleibt jetzt die Dialektik? Das Ergebnis ist durchaus widersprüchlich. Der Widerspruch ist die Quelle der Bewegung. Es gibt kein letztes Gefecht! Wir sind also auf Gewinn und Zerrinn zum weiter arbeiten verurteilt.

Da will ich noch helfen und gar nicht mehr stören!

Unter dem Pflaster, der Strand

So hieß es anno 1968 in Paris. Im Jahre 2009 heißt es dagegen: Unter leeren Plakaten, meine Kampagne. Mit anderen Worten: Seit einigen Tagen sind irgendwelche Leute dabei, die Plakate von mir – aber auch solche von anderen Parteien und Kandidaten – mit einer Art Leerplakaten zu überkleben und damit alles zuzupflastern. Ich weiß nicht, vielleicht sind es die anonymen Nichtwähler oder irgendeine Gruppe, die sich zum ästhetischen Minimalismus bekennt. Oder eine radikale Splittergruppe der Stadtreinigung. Ich weiß es wirklich nicht. Im Grunde ist es aber auch egal. Ich könnte natürlich laut aufschreien und “Skandal!!!” rufen, aber ich nehme es als Kompliment, schließlich lassen sich oberflächliche Leere und politische Tiefe kaum besser symbolisieren als auf diese Weise. Und was drunter liegt, wisst ihr ja ;-)

Erfolgreicher letzter Tag

Auch heute haben wir noch einmal mehr als 3000 Flyer in Coburg, Weidach, Weitramsdorf und Ahorn gesteckt. Nun sind wir mit den Steckaktionen durch und haben fast flächendeckend im Wahlkreis Coburg/Kronach die Dörfer und Städte mit unseren Wahlkampfmaterial erreicht.

Nun hoffen wir auf ein gutes Ergebnis.

Uwe

Geheimtipp Kulturkonsum

Letzte Stärkung für die Musiker meiner Band vor dem Konzert im Kulturkonsum Oranienburg. Auf dem Hof laben sich alle mit Genuss an den von Harald Schink und Ehefrau Edeltraut gemachten Brötchen, Gurken, Schmalstullen und Kaffee.Dafür an dieser Stelle beiden noch einmal herzlichen Dank. Derart umsorgt, konnte es nur ein super – Konzert abend werden – und so war es dann auch. Der Kulturkonsum liegt ein bißchen versteckt in O'burg, ist aber ein echter Geheimtipp! Wir haben uns dort sehr, sehr wohl gefühlt, das Publikum war trug uns fast von Lied zu Lied. Und – es war das erste Mal, dass ich unsere CD am Lagerfeuer signierte.

Vom Populismus des Konkreten und der Überzeugungskraft des Unverbindlichen.

Gerade hörte ich, dass die Plakate der Partei Die LINKE populistisch seien – im Gegensatz zu denen anderer Parteien, weil fordernd ohne Lösungsangebot. Ich stelle also fest: Wer auf einem Plakat fordert, ohne auch das Lösungskonzept mit drauf zu schreiben, ist populistisch. Populistisch ist also z.B. “Raus aus Afghanistan”, “Gegen Rente mit 67″ oder “Hartz IV muss weg”. Klar, deutlich und voller Überzeugungskraft hingegen z.B. “Unser Land kann mehr”. Und dieses Plakat ist um ein Mehrfaches größer, als unsere, könnte also mit Präzisierungen gefüllt werden. Es ist aber tatsächlich konkret genug. Unser Land kann mehr – mehr Krieg in Afghanistan – mehr Demütigungen a la HarztIV – mehr Lebensarbeitszeit als bloß bis 67. Und Deutschland kann es auch besser – einen besseren Krieg in Afghanistan – ein besseres Hartz IV, das doch immer noch die Schmarotzer anlockt – eine bessere Rente, am besten erst nach dem Tod. Es gibt welche, die haben die Kraft dazu !

Es lebe der Populismus!

Mit ihm störe ich gern.

Wahlkampf in Coburg und Kronach auf vollen Touren

Das Wahlkampfteam des Kreisverbandes Kronach und die Aktiven aus dem Kreisverband Coburg, aber auch die Mithelfenden aus den verschiedenen Regionen waren mehr als aktiv.

Innerhalb der letzten drei Wochen haben wir im Wahlkreis über 85 000 Flugblätter verteilt.

Dabei waren:

  • 44 000 Personenfolder
  • 25 000 Wahlkampfzeitungen
  • 12 500 BürgerInnenbriefe
  • 5000 Kurzwahlprogramme

Darüberhinaus wurden Info-Stände, Plakatierungsaktionen und Veranstaltungen durchgeführt.

Nun hoffen wir alle, dass es am Sonntag durch viele Stimmen belohnt wird.

 

Uwe