Rico Gebhardt
Der eigenen Kraft vertrauen. Für Sachsen.

Das Verhalten von Regierungschef Tillich und von Finanzminister Unland spricht Bände

IMG_5931Vor dem sächsischen Landtag versammelten sich am 10. März tausende Menschen um gegen die geplanten Kürzungen im Jugend- und Sozialbereich zu demonstrieren.

Trotz der Demonstrationen und der Anwesenheit vieler Besucherinnen und Besucher auf den Zuschauerrängen des Plenarsaals verlies sowohl der Regierungschef als auch der Finanzminister den Plenarsaal vor Beginn der Debatte des Landtags über den Antrag der LINKEN und SPD „Keine Haushaltskonsolidierung auf Kosten von Kindern und Jugendlichen oder in anderen sozialen Bereichen“.

Erst nach einem Antrag der Fraktion DIE LINKE auf Herbeirufung des Ministerpräsidenten Tillich und des Finanzministers Unland, dem die Mehrheit der anwesenden Abgeordneten zustimmten, nahmen beide an der Debatte über dieses wichtige Thema teil.

Allein die Tatsache, dass die Hälfte der Koalitionsabgeordneten es nicht einmal für nötig gehalten haben, bei der Debatte um die Sozialkürzungen anwesend zu sein, spricht Bände.

Schwarz-Gelb setzt Wahlbetrug an Feuerwehrleuten fort

Eines wurde gestern in der Debatte um den Antrag von CDU und FDP zum Thema „Förderung und Stärkung der Freiwilligen Feuerwehren“ deutlich klar: Zu den durchaus richtigen Punkten des Antrages fehlt der Regierung ein stichhaltiges Konzept. Die Frage nach der Finanzierung der vermeintlichen Wohltaten, konnte auch gestern wieder einmal nicht beantwortet werden. In Pressemitteilungen, wie in der vom vergangenen Freitag, schreiben die zuständigen Fachpolitiker der CDU und FDP, dass die finanzielle Hilfe für die Nachwuchsförderung des Landesfeuerwehrverbandes von jährlich 332.000 auf 400.00 Euro erhöht werden soll.

Ich frage mich: Warum wurde das nicht in den Antrag geschrieben? Ich bezweifle, dass diese finanzielle Wunschvorstellung in den gerade stattfindenden Haushaltsdiskussionen für die Jahre 2011/2012 Bestand haben wird.

Was der Staatsregierung fehlt, ist schlichtweg der Wille an der Situation etwas zu ändern. Das einzige was ihnen einfällt, ist die Verlagerung der Lösung von finanziellen Problemen auf die Kommunen und das ist schlichtweg zu wenig.

Der Koalitionsantrag, dem gestern mit einer großen Mehrheit zugestimmt wurde, ist nicht mehr als ein Prüfungsantrag an die Staatsregierung über Sachverhalte, die schon lange bekannt sind. Aus diesem Grund, konnten wir als LINKE diesem Antrag nicht zustimmen. Ich weis, dass dies nicht alle Kameradinnen und Kameraden bei der Freiwilligen Feuerwehr verstehen werden, vor deren Leistung und Einsatzbereitschaft meine Fraktion hohen Respekt hat.

Foto Kiezkicker @ flickr

Wahlversprechen gebrochen und jetzt sollen die Kommunen zahlen

Am Mittwoch, wenn das Plenum im sächsischsen Landtag zusammen kommt, wird es wieder einmal um die Feuerwehren im Land Sachsen gehen. Vollmundig waren die an die Freiwilligen Feuerwehren in Sachsen adressierten Versprechen. Der zubehandelnde Antrag von CDU und FDP zum Thema “Förderung und Stärkung der Freiwilligen Feuerwehren” sieht richtige und wichtige Punkte vor, doch was wieder einmal fehlt  ist ein stichhaltiges Konzept. Von dem Versprechen der Einführung einer Feuerwehrrente ist mittlerweile keine Rede mehr. Stattdessen räumt die Staatsregierung den Kommunen die Möglichkeit ein, eine riestergeförderte Rentenversichung für ihre Feuerwehrleute abzuschließen. Wie das aber die Kommunen finanzieren sollen, darüber wird wieder einmal nicht gesprochen. Auch das Eintrittsalter bei den Bambinifeuerwehren soll auf acht und später auf sechs Jahre herunter gesetzt werden. Eine schöne Sache, aber wer die Kosten für die Ausrüstung und das “pädagoische ” Personal übernimmt, davon wird nicht gesprochen. Was der Staatsregierung fehlt, ist der Wille wirklich etwas an der Situation unserer sächsichen Feuerwehren zu ändern. Fakt ist, dass die Kommunen nicht in der Lage sein werden, zusätzliche Kosten allein zu tragen. In den nächsten Tagen mehr zu diesem Thema. Hier die Pressemitteilung dazu.

Urabstimmung über Doppelspitze

Acht Landesverbände haben sich für einen Mitgliederentscheid zur Einführung einer Doppelspitze in der Parteiführung ausgesprochen. Mit diesem Mitgliederentscheid soll prinzipiell der Strukturvorschlag, der von Gregor Gysi mit allen Landesvorsitzenden und dem Geschäftsführenden Parteivorstand gefunden worden ist, bestätigt werden. Ich hätte mir eine andere Art der Bestätigung gewünscht, so wie es der sächsische Landesvorstand vorgemacht hat, in dem er den Personal- und Strukturvorschlag für die Parteiführung unterstützt und offensiv dafür werben wird. Dies wurde vom Landesvorstand der sächsischen LINKEN am 26. Februar 2010 beschlossen und auf einer Beratung des Landesvorstandes, mit den Kreisvorsitzenden, dem Landesrat und den Mitgliedern des Fraktionsvorstandes am 27. Februar ohne Abstimmung bestätigt.

Im März sollen nun 80 000 Mitglieder über eine Doppelspitze im Vorsitz, jedoch auch über die Doppelspitze der Geschäftsführung, abstimmen. Ich werde dafür sein, dass sich die LINKE Sachsen aktiv an der nun geplanten Mitgliederbefragung beteiligt.

Bündnisbüro durchsucht

Im Zuge der Realisierung des Durchsuchungsbefehls des Untersuchungsrichters beim Amtsgericht Dresden, der sich gegen ein breites Bündnis bestehend aus Parteien, Gewerkschaften und Vereinen richtet, sind die Räumlichkeiten der LINKEN Sachsen betroffen, in welchen sich das Informationsbüro des Bündnisses befindet.
Wir stellen zwar fest, dass die Durchsuchung sich nicht direkt gegen die Partei DIE LINKE gerichtet habt und dass kein originäres Material der LINKEN beschlagnahmt wurde.
Unbeschadet dessen ist aus unserer Sicht die Aktion der Staatsanwaltschaft dennoch unannehmbar, gerade in einer Zeit, in der über die Bundesgrenzen hinaus der alljährlich Naziaufmarsch in der Landeshauptstadt Dresden zum 13. Februar diskutiert wird und europaweit in demokratischer Art und Weise Widerstand mobilisiert. Meinungsäußerung in Form von Plakaten und Flyern, wie sie heute beschlagnahmt wurden durch das Vorgehen inkriminiert, den der Aufruf des Bündnisses “Dresden Nazifrei” ist zweifelsfrei vom Grundgesetz gedeckt.

Rückkehr zur Sacharbeit

Mit großem Bedauern hat der Landesvorstand der sächsischen LINKEN den angekündigten Rückzug Dietmar Bartschs als Bundesgeschäftsführer zur Kenntnis genommen. Dietmar Bartsch hat sich große Verdienste für die Entwicklung der PDS aber auch bei der Gründung der LINKEN erworben. Die unwürdige Debatte – und der auch in den Medien widergespiegelte politische Auftakt dieses Jahres – ist für unsere Partei insbesondere angesichts der bevorstehenden Aufgaben sehr schlecht.

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Bei meinem Termin morgen früh im Morgenmagazin der ARD wird es auch um Dietmar Bartsch und das ganze unwürdige Gezerre der letzten Tage gehen.

Gemeinsam Erfolge organisieren!

Zu den anhaltenden Personaldebatten innerhalb der Partei DIE LINKE erklären Steffen Bockhahn (Landesvorsitzender Mecklenburg-Vorpommern), Rico Gebhardt (Landesvorsitzender Sachsen), Matthias Höhn (Landesvorsitzender Sachsen-Anhalt), Knut Korschewsky (Landesvorsitzender Thüringen), Klaus Lederer (Landesvorsitzender Berlin) und Stefan Ludwig (Landesvorstand Brandenburg):

“DIE LINKE ist seit ihrer Gründung 2007 eine Erfolgsgeschichte. Tausende sind neu in die Partei eingetreten. Bei Wahlen auf kommunaler und Landesebene konnten hervorragende Ergebnisse erzielt werden. DIE LINKE ist nicht nur Volkspartei im Osten, sondern auch eine starke Adresse für eine Politik der sozialen Gerechtigkeit und des Friedens in den alten Bundesländern geworden. Mit 11,9 Prozent und 16 gewonnenen Direktmandaten hat DIE LINKE bei der Bundestagswahl alle Erwartungen übertroffen.

Nun gilt es, diesem WählerInnenauftrag praktische und erlebbare Politik folgen zu lassen. DIE LINKE muss vor Ort sein, wenn es z.B. darum geht, Antikriegsaktionen, Erwerbsloseninitiativen oder Gewerkschaften zu unterstützen. DIE LINKE muss in den Parlamenten ihre Stimme erheben für einen Politikwechsel, und sie darf Chancen dort nicht ungenutzt verstreichen lassen, wo ein solcher auch real möglich wird.

Leider müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass einige in unserer Partei ihre Kraft jedoch dafür verwenden, seit Wochen immer wieder aufs Neue eine Personaldebatte medial zu befeuern. Das nützt niemandem in der Partei und ist geeignet, das große Vertrauen der WählerInnen wieder zu verspielen.

DIE LINKE steht 2010 und 2011 vor wichtigen Wahlen. Der Einzug in das Landesparlament des bevölkerungsreichsten Bundeslandes Nordrhein-Westfalen ist für die Gesamtpartei von strategischer Bedeutung. In Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Berlin wollen die GenossInnen politisch handlungsfähige Mehrheiten jenseits von CDU und FDP schaffen bzw. erhalten und linke Gestaltungskompetenz unter Beweis stellen. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wollen wir erstmals den Sprung in den Landtag schaffen, in Bremen kämpfen wir um den Wiedereinzug.

Diese Ziele können wir nur gemeinsam erreichen!

Unsere Erfolge der letzten Jahre haben viele Mütter und Väter. Das sind zunächst die vielen Mitglieder unserer Partei im aktiven Wahlkampf. Das sind unsere Genossinnen und Genossen in den Gremien der Partei und den Fraktionen. Das sind die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Partei. Diese Erfolge sind aber ebenso mit den Namen Lothar Bisky, Gregor Gysi, Oskar Lafontaine und Dietmar Bartsch verbunden.

Oskar Lafontaine steht für die gewonnene Akzeptanz der LINKEN insbesondere in den alten Bundesländern und unsere bundespolitische Wahrnehmung. Dietmar Bartsch hat als Bundesgeschäftsführer und Wahlkampfleiter maßgeblichen Anteil an unseren Wahlergebnissen.
Wir glauben, dass die erfolgreiche Entwicklung unserer Partei nur durch das Mitwirken von Oskar Lafontaine und Dietmar Bartsch gelingen kann. Unsere Partei braucht beide! Wir hoffen, dass Oskar Lafontaine nach seiner Genesung unserer Partei wieder aktiv als Parteivorsitzender zur Verfügung steht und im Mai erneut kandidiert. Wir weisen die öffentlich vorgetragenen Rücktrittsforderungen gegen den Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch zurück.

Letztlich: Es war und bleibt schlechter Stil, angeblich persönliche Briefe bewusst der Presse zuzuspielen. Es ist derselbe, der anderen darin unterstellt wird.”

Die Personaldebatte beenden und wieder zur Sacharbeit zurückkehren

Zu den Debatten um den Bundesgeschäftsführer und Wahlkampfleiter Dietmar Bartsch erklären die Landesvorsitzenden der LINKEN Steffen Bockhahn (M-V), Knut Korschewsky (Thüringen), Matthias Höhn (Sachsen-Anhalt), Rico Gebhardt (Sachsen), Klaus Lederer (Berlin) und Thomas Nord (Brandenburg):

Das erfolgreichste Jahr in der Geschichte unserer Partei liegt hinter uns. Wir haben bei Kommunal-, Landtags-, Europa- und Bundestagswahlen viele Erfolg errungen. Das ist unser aller gemeinsamer Verdienst.
Bundesgeschäftsführer und Wahlkampfleiter Dietmar Bartsch hat an diesen Erfolgen einen erheblichen Anteil.
Wir kennen und schätzen ihn seit vielen Jahren als Genossen der engagiert nach Innen und Außen erfolgreich für den Aufbau der Partei in den neuen und in den alten Ländern streitet. Als Bundesgeschäftsführer ist und bleibt Dietmar Bartsch für viele Mitglieder unserer Partei eine wichtige Integrationsfigur.
Wir appellieren daher an die Mitglieder und vor allem Funktionsträgerinnen und -träger unserer Partei, die von einigen seit mehreren Wochen geführte Personaldebatte, in der immer stärker die Grenzen des Anstands überschritten werden, nicht weiter anzuheizen und sich wieder auf die für DIE LINKE notwendige Sacharbeit zu konzentrieren.

Drohender Ärzte-Kollaps im Landkreis Nordsachsen

Ein Bericht in der Torgauer Zeitung berichtet vom drohenden Ärzte-Kollaps im Landkreis Nordsachsen. Gleich vier niedergelassene Hausärzte werden in den kommenden Wochen und Monaten in Torgau und der Umgebung ihre Praxistätigkeit aufgeben.

Überall in Sachsen muss aber sichergestellt sein, dass ein qualifizierter Arzt den Menschen schnell und zuverlässig Hilfe leisten kann. Dies gilt nicht nur für Ballungsräume, sondern auch gerade für ländliche Regionen, wie Torgau und Umgebung. Angesichts der demographischen Entwicklung, der Anteil der ab 80-Jährigen wird sich in Sachsen bis 2020 auf 9,6 Prozent erhöhen, ist das eine Herausforderung für die gesamte Landesentwicklungsplanung aber auch für das Gesundheitswesen.

Mit dem Wegfall der Bonuszahlungen, die Hausärzte in Regionen wie Torgau bisher für Mehrleistungen erhielten, die über ihr Budget hinausgingen, ist die Situation jetzt verschärft worden. > Weiterlesen

Artikel aus dem ND zu meiner Kandidatur als Landesvorsitzender

Neues Deutschland, 13. Oktober 2009:

Aus Strömungen soll Energie kommen – Landesgeschäftsführer Gebhardt will LINKE-Landeschef in Sachsen werden
Von Hendrik Lasch, Dresden

Rico Gebhardt, der Wahlkampfchef der LINKEN in Sachsen, will neuer Landesvorsitzender werden und danach nicht nur zwischen Strömungen vermitteln, sondern auch konstruktivere Opposition betreiben.
Der Hut liegt im Ring: Er wolle die LINKE in Sachsen führen, erklärte Rico Gebhardt gestern. Der 46-Jährige ist bisher
Geschäftsführer des Landesverbandes. Spätestens seit einer fulminanten Rede bei einem Parteitag im Frühsommer war er als Nachfolger von Cornelia Ernst gehandelt worden, die den Posten nach ihrer Wahl ins Europaparlament abgeben will. > Weiterlesen